Regionaltreffen „Prävention und Sexuelle Bildung“

Veröffentlicht am: 22. Oktober 2026

Köln - Welche Entwicklungen gilt es im Bereich Prävention und Sexuelle Bildung im Blick zu behalten und wie können Einrichtungen voneinander profitieren? Mit diesen Fragen ging das Format in die dritte Runde, diesmal vor Ort im Don Bosco Club Köln. Hier kamen Schutzbeauftragte und Leitungen aus Köln, Jünkerath, Essen, Helenenberg, Bonn und Trier zusammen.

Eine zentrale Erkenntnis war am Tag stets präsent: Grenzverletzungen, Übergriffe und sexualisierte Gewalt sind Teil der Lebensrealität. Dabei kommen stets Unsicherheiten und Fragen rund um Sexualität und Schutz auf. Es ist also unverzichtbar, eine Haltung zu entwickeln, um diesen professionell begegnen zu können. Dafür müssen eigene Denkmuster überprüft werden und Bereitschaft bestehen, sich selbst kritisch zu hinterfragen: Wie begegne ich anderen Menschen? Und wie trage ich dazu bei, dass sich (junge) Menschen sicher fühlen? Praxisbeispiele eröffneten einen Gesprächsraum, um neue Perspektiven einzunehmen und die eigene Handlungssicherheit zu stärken. Fachliche Impulse und der Austausch konkreter Ideen lieferten zudem wertvolle Anregungen für die eigene Arbeit.

Deutlich wurde, dass Schutzbeauftragte und Leitungen wichtige Schlüsselpersonen darstellen. Ihre Zusammenarbeit ist unverzichtbar, um die Menschen vor Ort gut mit in das Thema hineinnehmen zu können. Sie tragen Verantwortung dafür, einen Rahmen zu schaffen, in dem präventives Verhalten von den Menschen vor Ort professionell eingeübt werden kann.
Jan Beewen, Einrichtungsleiter aus Essen, positioniert sich dazu klar: „Prävention beginnt mit unserer Haltung und braucht den Mut, Unsicherheiten anzusprechen und voneinander zu lernen. Nur wenn wir diese Offenheit vorleben und fördern, können wir gemeinsam eine Kultur des Schutzes gestalten, in der junge Menschen sich sicher fühlen, ihre Grenzen geachtet werden und Vertrauen wachsen kann.“

In die Einrichtungen geht es zurück mit einer Haltung und Frage: Prävention kann nur gelingen, wenn alle mitmachen!

Text und Foto: Anna Fellner, JPI