Kraft aus der Natur schöpfen - Besinnungstage für Mitarbeiter:innen
Benediktbeuern - Wie schon in den vergangenen Jahren bot das JPI auch 2026 wieder Besinnungstage für Mitarbeiter:innen als Wanderexerzitien im Voralpenland an. Acht Kolleg:innen waren dem Ruf gefolgt und sind dafür vom 10. bis 12. Juni nach Benediktbeuern gekommen – dieses Jahr hatten wir nämlich das Kloster als „Basislager“ auserkoren und unsere Wanderungen im direkten Umland organisiert. Grundsätzlich hätten wir direkt vor der Haustür starten können; doch gleich am ersten Tag war das Wetter eher ungemütlich nasskalt, weshalb wir mit einem Kleinbus zum Wanderparkplatz am Mariabrunnweg gefahren und erst von dort das Lainbachtal hinaufgelaufen sind. Die erste Tour diente dem persönlichen Ankommen und dem gegenseitigen Kennenlernen; darauf waren auch die geistlichen Impulse ausgerichtet. Als wir zum Abendessen wieder ins Kloster kamen, waren trotz ordentlichen Regenschutzes die Klamotten der meisten Teilnehmenden (TLN) feucht und wir waren froh, dass wir den Abendimpuls drinnen halten konnten. Bei der Gelegenheit lernten die TLN gleich die Hauskapelle der Salesianer im Kloster kennen.
Am zweiten Tag war das Wetter zwar durchwachsen, aber insgesamt freundlicher; es gab zwar immer wieder mal Regenschauer, doch den Großteil unserer Tageswanderung über blieb es trocken und zwischendurch spitzte sogar immer wieder einmal die Sonne hervor. Unsere Wanderung führte uns auf den Blomberg, von dort über den Heiglkopf und dann auf einem schönen Rundweg wieder hinab zum Wanderparkplatz. An diesem Tag lag der Schwerpunkt der geistlichen Impulse auf der inneren Orientierung, auf Sinnfragen und der Ausrichtung auf das Transzendente. Während der Wanderung gab es nicht nur Gelegenheit zum In-sich-gehen, sondern auch viele intensive Gespräche auf dem Weg nach oben. Passend dazu gab es am Abend noch einen kulturhistorisch-philosophischen Abschluss im Barocksaal des Klosters.
Der dritte Tag, der eigentlich nurmehr ein Vormittag war, fiel leider wetterbedingt regelrecht ins Wasser. Wir waren bei Dauerregen mit Regenschirmen unterwegs, drehten nach einem Morgenimpuls in der Meditationskapelle des ZUK nur noch eine kleine Runde durch die Biotope um das Kloster und beendeten die Besinnungstage nach einem Gang durchs Kräuterlabyrinth mit einem Mittagessen in der örtlichen Pizzeria. Auch wenn uns das Wetter diesmal einige Flexibilität abverlangte und wir die ursprüngliche Planung darum über den Haufen werfen mussten, waren die Tage eine schöne Auszeit aus dem Alltag mit vielen positiven Eindrücken, intensiven Gesprächen und gutem Essen. Das gemeinsame Unterwegssein hat gutgetan und gab uns nicht nur Gelegenheit zum wechselseitigen Austausch, sondern auch zur inneren Einkehr. Die Teilnehmer:innen jedenfalls äußerten den dringenden Wunsch nach Wiederholung – und nächstes Mal gerne noch einen Tag länger, damit man zwei schöne Tagestouren machen kann!
Text und Fotos: Claudius Hillebrand, JPI
