Jugendpastoralkurs in Friedberg
Friedberg - Vom 6. bis 17. Juli fand der 17. Jugendpastoralkurs in Friedberg statt, den das Jugendpastoralinstitut seit ca. 25 Jahren für das Pastoraltheologische Institut (PThI) der Pallotiner ausrichtet. Dieser Kurs ist Teil der praktischen Ausbildung von Ordenspriestern mit dem Ziel der dritten Dienstprüfung. Es ist mit zehn Kurstagen am Stück ein besonders intensives Fortbildungsformat, das im Auftrag des PThI jeweils vom JPI organisiert, vorbereitet und durchgeführt wird. Viele der insgesamt 16 Arbeitseinheiten zu verschiedenen Aspekten der Jugendpastoral gestaltet das Team des JPI dabei selbst; es werden für spezielle Themen aber auch externe Referent:innen angefragt.
Dieses Jahr nahmen elf Ordenspriester und ein Weltpriester aus acht verschiedenen Ländern daran teil; erstmals war kein deutscher Ordensmann unter den Teilnehmenden. Das verdeutlicht einmal mehr den extremen Mangel an angehenden deutschen Priestern. Viele internationale Ordensgemeinschaften suchen darum Unterstützung im Ausland und bitten Mitbrüder aus anderen Provinzen um Mitarbeit in Deutschland. Die Ordensleute sind in Deutschland in unterschiedlichen Arbeitsfeldern eingesetzt: manche arbeiten in Pfarreien mit, manche in der kategorialen Seelsorge, einige sind ordensintern tätig.
Ausschließlich in der Jugendarbeit waren beim diesjährigen Kurs die wenigsten aktiv; dennoch haben sie natürliche Kontakt zu jungen Menschen und Jugendarbeit gehört mit zu ihren Tätigkeiten (bspw. in der Ministrantenarbeit oder in der Firmpastoral). Dabei war es für viele der Teilnehmenden aufschlussreich festzustellen, was junge Menschen in Deutschland mit denen aus ihren Heimatländern verbindet, v.a. aber, was in Deutschland ganz anders organisiert ist und wo deutsche/europäische Jugendliche ggfs. „anders ticken“ als Jugendliche in Asien oder Südamerika.
Der Kurs zeichnete sich v.a. durch seine Vielfalt (der Teilnehmenden, der Themen, der Referent:innen und der Methoden) aus, aber auch durch die lebendige Gemeinschaft, die während der gemeinsam verbrachten zwei Wochen im PThI entstand. Am Ende äußerten sich alle sehr zufrieden mit der Fortbildung; viele gaben an, dass der Kurs ihnen nicht nur wichtige Einblicke in die Jugendpastoral gewährt, sondern auch persönliche wertvolle Einsichten vermittelt hat. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass sie sehr von dem Kurs profitiert haben. Der nächste Jugendpastoralkurs soll 2028 am PThI stattfinden – das Team des JPI freut sich schon darauf.
Text und Foto: Claudius Hillebrand, JPI
