Feuer, Zirkus und ganz viel Don Bosco – unser erstes Familienwochenende

Veröffentlicht am: 7. Mai 2026

Jünkerath - Vom 1. bis 3. Mai kamen auf Einladung des JPI Mitarbeitende aus Essen, Helenenberg, Bonn und Jünkerath gemeinsam mit ihren Familien zu einem besonderen Wochenende in Jünkerath zusammen. Insgesamt 34 große und kleine Teilnehmer:innen verbrachten bei strahlendem Sonnenschein mehrere Tage miteinander, die von Beginn an von einer lebendigen und herzlichen Atmosphäre geprägt waren. Schnell entstand das Gefühl, sich schon lange zu kennen – sicherlich auch deshalb, weil viele gemeinsame Erlebnisse und Begegnungen das Wochenende bestimmten.

Bereits bei einer Hausrallye über das Gelände konnten die Teilnehmenden die oratorianischen Prinzipien Don Boscos auf spielerische Weise erleben. Dabei galt es nicht nur, verschiedene Orte zu entdecken und Hasen zu suchen, sondern auch gemeinsam mit Bruder Kurt das Don-Bosco-Lied zu pfeifen. Dazwischen wurde gemalt, gespielt und gebastelt; besonders die Kinder nutzten die vielen Möglichkeiten des Geländes mit großer Begeisterung.

Ein besonderes Highlight war der selbstgebaute Escape Room von Bruder Moritz. Mit viel Kreativität und Liebe zum Detail gestaltete er ein Erlebnis, das nicht nur die Kinder faszinierte, sondern auch die Erwachsenen beeindruckte. Überhaupt waren Br. Mike und Br. Moritz während des gesamten Wochenendes immer wieder präsent – beim Essen, im Spiel, bei Gesprächen oder abends am Lagerfeuer. Dadurch entstand eine offene und familiäre Atmosphäre, die das Wochenende wesentlich prägte.

Am Samstag stand schließlich das Motto „Familie macht Zirkus!“ im Mittelpunkt. Gemeinsam mit Selina und Lena vom Zirkus Giovanni aus Bamberg konnten sich die Teilnehmenden in Jonglage, Balance und Akrobatik ausprobieren. Dabei wurden auch ungewöhnliche Elemente wie Feuer oder Scherben mit einbezogen. Besonders beeindruckend war, mit wie viel Mut, Freude und gegenseitiger Unterstützung die Kinder an die verschiedenen Übungen herangingen. Zum Abschluss präsentierten sie in einer kleinen Aufführung, was sie innerhalb kurzer Zeit gemeinsam erarbeitet hatten.

Dass dies bei einer Altersspanne von vier bis 14 Jahren so gut gelang, war keineswegs selbstverständlich. Umso größer ist der Dank an Alex und Carmen vom JPI, die das Wochenende mit viel Wärme, Gespür und großem Engagement gestalteten und dafür sorgten, dass sich alle willkommen und wohlfühlen konnten.

Neben dem vielfältigen Programm gab es für die Mitarbeitenden auch Gelegenheit zum persönlichen Austausch. In ruhigen Gesprächsrunden wurde darüber gesprochen, was die Arbeit im Geist Don Boscos besonders macht und warum viele ihre Tätigkeit in den Einrichtungen als bereichernd erleben. Obwohl die Kinder an diesem Wochenende klar im Mittelpunkt standen, entstanden auch für die Erwachsenen wertvolle Begegnungen.

Besonders schön war zu beobachten, wie selbstverständlich die älteren Kinder Verantwortung übernahmen: Spontan organisierten sie eigenständig eine Schatzsuche für die Jüngeren – mit viel Kreativität und ganz im Sinne Don Boscos. In der gemeinsamen Abschlussrunde mit dem „Spinnennetz“ bewegten vor allem die Rückmeldungen der Kinder viele Erwachsene. Aussagen wie „Danke, dass du so schön mit mir gespielt hast“ oder „Ich hätte nie gedacht, dass das ein so tolles Treffen wird“ machten deutlich, wie intensiv und wertvoll die gemeinsamen Tage erlebt wurden.

Auch der Ort selbst trug wesentlich zum Gelingen des Wochenendes bei. Das Gelände in Jünkerath bot mit seinen vielen Möglichkeiten und liebevoll gestalteten Ecken einen idealen Rahmen für Begegnung, Spiel und Austausch. Besonders die von Carmen und Alex vorbereiteten Orte für Informationen und Feedback wurden von vielen Teilnehmenden geschätzt.

Bereichernd war zudem die Vielfalt der Gruppe: Kolleg:innen aus Pädagogik, Verwaltung und Hauswirtschaft kamen mit ihren Familien zusammen. Gerade dadurch wurde spürbar, dass Don Bosco von vielen unterschiedlichen Menschen gemeinsam getragen wird. Am Ende blieb bei zahlreichen Teilnehmenden vor allem ein Wunsch: Dieses Familienwochenende sollte keine einmalige Veranstaltung bleiben.

Ein besonderer Dank gilt dem Don-Bosco-Stiftungszentrum, das dieses Wochenende zu einem sehr fairen Preis ermöglicht hat.

Nach einem Bericht von Sarah Molitor (Don Bosco Jünkerath) und Ulla Fricke (Don Bosco Mission Bonn)
Fotos: JPI