Don Bosco, junge Menschen und Mitarbeitende: Was alle verbindet und stärkt!
Penzberg - Im Februar und März fanden zwei besondere Fortbildungstage statt, die das JPI für Mitarbeitende in Penzberg gestalten durfte. Im Austausch mit der Einrichtungsleitung Carolin Kirchner entwickelten Claudius Hillebrand und Anna Fellner ein Konzept, das gezielt auf die Bedürfnisse der Mitarbeitenden vor Ort zugeschnitten war. Ziel war es, die Mitarbeitenden in ihrer Arbeit zu stärken und die Haltung von Don Bosco als inspirierende und tragende Ressource erfahrbar zu machen. Der Leitgedanke „Hoffnungsstark“ zog sich dabei wie ein roter Faden durch beide Tage und gab sowohl Orientierung als auch inhaltliche Tiefe.
Der erste Tag am 26.02.2026 stand im Zeichen zutiefst menschlicher Erfahrungen, die uns mit Don Bosco und den jungen Menschen verbinden. Mit einem neu entwickelten „Don-Bosco-Activity“, wurden zentrale Begriffe wie Seiltänzer, Turin, Salesianer, Familiarität und Assistenz von den Mitarbeitenden kreativ und mit viel Lebendigkeit erschlossen. So entstand bereits zu Beginn ein niederschwelliger, zugleich tiefgehender Zugang zu Don Bosco. Im Anschluss wurde der Fokus bewusst auf das Thema Grenzen und Zweifel gelegt. Anhand ausgewählter Filmausschnitte aus dem Leben Don Boscos wurde deutlich, dass er selbst immer wieder an seine Grenzen kam und mit inneren Zweifeln zu kämpfen hatte. Diese Szenen berührten viele Mitarbeitende spürbar und eröffneten einen ehrlichen Zugang zu eigenen Erfahrungen: Was mache ich, wenn ich selbst an meine Grenzen komme? Wie gehe ich damit um, wenn ich an mir zweifle? In einer Foto-Aktion wurde dann sichtbar, wo in der beruflichen Praxis Grenzen aufkommen und welche Ressourcen und Haltungen in solchen Momenten helfen können, handlungsfähig zu bleiben. Immer wieder wurde dabei deutlich, wie menschlich viele dieser Erfahrungen und Bedürfnisse sind und uns dadurch auch mit Don Bosco, den Kindern und untereinander auf besondere Weise verbinden. Ein erlebnispädagogischer Abschluss vertiefte diese Erfahrung eindrücklich, als die Mitarbeitenden gemeinsam ein Netz knüpften und sich gegenseitig darin auffingen und tragen ließen.
Der zweite Tag am 26.03.2026 stand unter dem Leitgedanken „HoffnungsSTARK“. Der Einstieg mit dem Spiel „Eins, zwei oder drei. Don Bosco Edition“ brachte alle in Bewegung und die Lebensgeschichte wurde mit Freude vertieft. Im Mittelpunkt stand anschließend das Thema „Stark sein“. Zunächst richteten die Mitarbeitenden den Blick auf sich selbst und darauf, was sie persönlich stärkt. Dafür standen zwei bewusst gestaltete Zugänge zur Verfügung: ein Ruheraum zur inneren Sammlung und ein Kraftraum für Bewegung und Aktivierung. Darauf aufbauend wurde der Blick geweitet: Was macht ein starkes Team aus und wie können wir gemeinsam Stärke entwickeln? Symbolische Gegenstände wurden gesammelt und in einem „Rucksack“ gepackt. In einem offenen und intensiven Gespräch darüber entstand Raum für Ehrlichkeit, Tiefe und gegenseitiges Verständnis. Den Abschluss bildete ein bewusst gestaltetes Ritual mit dem Satz „Ich schätze an dir …“. Dieser Moment wurde zu einem starken Ausdruck gegenseitiger Wertschätzung und vertiefte die Verbundenheit im Team nachhaltig.
Beide Tage bildeten eine in sich stimmige Einheit, die weit über eine klassische Fortbildung hinausgeht. Sie eröffneten Erfahrungsräume, in denen Haltung spürbar wurde und Gemeinschaft wachsen konnte, getragen von Vertrauen, Menschlichkeit und Hoffnung. Danke an Carolin Kirchner und die Mitarbeitenden für dieses gemeinsame Wirken!
Text und Foto: Anna Fellner, JPI
