Fortbildungsinstitut
der Deutschen Provinz
der Salesianer Don Boscos

Basisseminare für die Schutzbeauftragten der Einrichtungen

Veröffentlicht am: 26. März 2020

Aufgrund eines Beschluss des Provinzials und seines Rates und entsprechend der aktualisierten Präventionsrichtlinien der Deutschen Provinz hat Achim Jägers, Präventionsbeauftragter der Provinz und Referent für die Einrichtungen, gemeinsam mit dem JPI ein Konzept zur Fortbildung der Schutzbeauftragten der Einrichtungen entwickelt. Dieses sieht vor, dass 2020 die Schutzbeauftragten in unseren Einrichtungen zum Thema Prävention vor sexuellen Übergriffen sowie zu aktuellen sexualpädagogischen Fragen in den Einrichtungen geschult werden.

In einem ersten Schritt fanden dazu zwei Basisseminare statt mit dem Ziel des gegenseitigen Kennenlernens, der Vernetzung, des kollegialen Austauschs und der Auseinandersetzung mit den aktualisierten Präventionsrichtlinien. Dazu wurde je ein/e Schutzbeauftragte/r je Einrichtung am 12./13 Februar nach Benediktbeuern eingeladen, ein/e andere/r am 2./3. März nach Jünkerath. Beide Seminare waren gut besucht und boten den Teilnehmer*innen auch die Möglichkeit, ihre Fragen zu stellen und Themen einzubringen, die sie in den salesianischen Einrichtungen derzeit beschäftigen.

Seitens der Seminarleitung – Achim Jägers, Prof. Dr. Katharina Karl und Claudius Hillebrand – ging es vor allem um die Prävention vor sexuellem Missbrauch vor dem Hintergrund der Präventionspädagogik Don Boscos, um Fragen des je eigenen Grenzen-Setzens sowie um die Sensibilisierung für verschiedene Aspekte von sexueller Gewalt. Zudem wurde in beiden Seminaren der Film „#Female Pleasure“ gezeigt und besprochen. Die Auseinandersetzung damit führte jeweils zu intensiven Diskussionen.

Beide Seminare boten den Teilnehmer*innen eine Mischung aus Input, kollegialem Austausch, Selbsterfahrung und Besprechung aktueller Fragen. Die Teilnehmer*innen äußerten sich überwiegend sehr positiv; v.a. die Tatsache, dass es erstmals eine Fortbildungsveranstaltung mit Übernachtung und damit mehr Zeit als früher auch für den informellen Austausch gab, wurde sehr positiv aufgenommen. Auch die Aussicht, dass es für alle Beteiligten dieses Jahr noch jeweils eine (ebenfalls wieder zweitägiges) Folgeveranstaltung geben wird, bei der man sich dann in Regionalgruppen berät und wechselseitig unterstützt, fand Beifall. Die Folgeseminare im Sommer bzw. im Herbst werden an vier verschiedenen Terminen in Burgstädt, München, Jünkerath und Gadheim stattfinden.

Claudius Hillebrand